Unterschiedliche Fondue Sets für die verschiedenen Fonduearten

Drei Arten von Fondue sind allgemein bekannt. Es handelt sich hierbei um das Käsefondue, um das Fleischfondue und das Schokofondue. Hiernach richtet sich auch der Einkauf der Töpfe und des sonstigen Zubehörs.

fonduesetBei dem Käsefondue handelt es sich um das Fondue mit der längsten Tradition. Erfunden wurde es von Schweizer Bauern. Sie behielten oft Käse übrig und gaben diesen, nachdem er alt und trocken geworden war, in einen Topf. Obwohl der Käse an sich schon Geschmack hat, wurden noch ein paar Kräuter und Wein hinzugefügt. Nachdem der Käse geschmolzen war, wurde in die schmackhafte Sauce Brot eingetaucht. Dieses saugte sich mit der flüssigen Masse voll und wurde anschließend verspeist.

Das Käsefondue Set

Im Grundsatz setzt sich ein Käsefondue Set für 6 Personen aus folgenden Teilen zusammen:

  • Feuertopf 18/18 cm
  • Schutzdeckel 18 x 18 cm
  • Drehkarussell mit Rechaud
  • 6 Fondue-Gabeln
  • 6 Fondue-Löffeln
  • 6 Fondue-Schalen
  • Pastenbrenner bzw. alternative Heizmöglichkeit (elektrisch)

Der Käsefondue-Topf

Hierfür ist ein feuerfester Topf aus Keramik zu empfehlen. Hochwertiges Gusseisen ist ebenfalls sehr geeignet. Auch für die anderen aufgezählten Fonduearten benötigt man einen Topf aus einem Material, welches die Wärme gut leitet. Der Käsefondue-Topf aus Keramik erweist sich als sehr vorteilhaft, da dieses Material die Wärme nur sehr langsam aufnimmt. Das hat zu Folge, dass der Käse nach und nach zu schmelzen beginnt. Um einen Wärmeverlust zu vermeiden, ist beim Kauf eines Fondue Sets immer darauf zu achten, dass ein Deckel zu dem Topf inklusive ist. Nur der passende Deckel garantiert, dass die Aufwärmphase erheblich reduziert wird. Zudem ist ein weiterer Aspekt, um Energie einzusparen.

Der Verlauf eines Fondue-Topfes sollte sich nach oben verjüngen. Das bedeutet so viel, dass sein Verlauf nach oben hin schmaler wird. So kann ein Spritzen des Inhaltes aus dem Gefäß vermieden werden. Aufgrund der vielen Herdarten sollte man sich vergewissern, dass sich der Boden des Topfes auch für den vorhandenen Herd eignet. Die korrekte Auflage der Bodenfläche auf dem Herd trägt dafür Sorge, dass energiesparend ein Verschmelzen bzw. ein Erhitzen des Inhaltes, wie den Käse, erfolgt.

Als ganz ungünstig erweist es sich, wenn das Material des Topfes und der Griffe gleich ist. So läuft man Gefahr, sich die Finger bzw. Hände zu verbrennen. Ohne Topflappen können Fondue-Töpfe beispielsweise mit Griffen aus Holz benutzt werden. Sollte man Gefallen einem bestimmten Modell gefunden haben, welches nicht über eine derartige Kombination der Materialien verfügt, sollte der Topf wenigstens einen längeren Stiel (wie bei einer Kasserolle) haben.

Diese Art des Topfes wird auch als Käsefondue Caquelon bezeichnet. Der Begriff Caquelon stammt aus dem Französischen und bedeutet Feuertopf bzw. Feuerpfanne. Zu einem guten Käsefondue gehört aber nicht nur Käsefondue Caquelon, sondern noch weiteres Zubehör.

Die Fondue-Gabeln

fondue-gabelJe nach der Anzahl der Gäste sollten ausreichend Gabeln bereitliegen. Ideal ist es, wenn jeder Gourmet zwei Gabeln zu Verfügung hat. Deshalb sollte man bei Kauf eines Fondue Set darauf geachtet werden, für viele Personen es ausgelegt ist. Denn bekannterweise isst das Auge mit.

So sollten auch bei einer größeren Zahl von Besuchern, die Fondue-Gabeln einheitlich sein. Klassische Gabeln werden mit zwei Zähnen angeboten. Für ein Käsefondue eignen sich aber Gabeln mit drei Zähnen wesentlich besser. So kann das eingetauchte Stück nicht so schnell von der Gabel rutschen. Sehr edel sehen Fondue-Gabeln aus Edelstahl aus. Verzichten sollte man beim Kauf auch nicht auf Fondue-Löffel. Mit diesen können herabgefallene Stückchen stellenweise besser aus dem Topf genommen werden. Auch der Rest des geschmolzenen Käses kann so prima erreicht werden. Der Griff der Gabel kann passend zu dem bereits erwähnten Fondue-Topf aus Holz gefertigt sein.

Kauft man sich ein Fondue Set, sind meist Angebote inklusive 6 Gabeln. Dann sollte man sehen, ob diese Anzahl ausreichend ist, oder ob man bei dem gleichen Anbieter, noch Gabeln in der gleichen Optik, hinzukaufen kann. Ergänzend zu den Gabeln kommen nun die Schälchen für die Fondue-Saucen.

Die Fondue-Schalen

Diese gibt es unzähligen Formen und Varianten. Aus Keramik ist das klassische Weiß in runder Form am bekanntesten. Inzwischen sind auch die handlicheren eckigen Formen immer mehr in den Vordergrund getreten. Auch hier findet man passend die glänzenden Edelstahl-Ausführungen. Kauft man diese einzeln, sollte man nicht nur die Zahl drei bzw. vier entsprechend der Saucen bestellen. Sicherer ist es, wenn man sich einige Schüsselchen mehr bestellt. So kann am Fondue-Abend schnell eine Schüssel ausgetauscht werden, wenn eine der Saucen alle ist.

Sollte eine Keramikschüssel kaputt gehen, bleibt durch die Reserveschälchen die Harmonie in der Optik, gewahrt. Hinzu kommt nun noch das Drehkarussell. Wie bei dem ganzen Zubehör kommen hier wieder verschiedene Materialien infrage. An erster Stelle steht hier Holz. Die Dipschalen werden auf diese Platte gestellt. So kann diese nach Belieben gedreht werden um an diese Sauce bzw. den Dip zu gelangen, in den man sein Stück eintauchen möchte. Die oben genannten Löffel können hier ebenfalls ausgezeichnet genutzt werden.

Der Fondue-Ständer und das Stövchen

Damit der Fondueabend in aller Ruhe genossen werden kann, machen sich eine Ablage für den Fondue-Topf und eine Wärmequelle erforderlich. Der Fondue-Ständer gehört zu einem Fondue Set in der Regel dazu. Beim Lieferumfang sollte beachtet werden, ob das Stövchen dabei ist. Hier können beispielsweise Teelichter, zum Warmhalten des Fondues, genutzt werden.

Der Pastenbrenner

Um die erforderliche Hitze zu erreichen, damit der Käse schmilzt, gibt es mehrere Optionen. Sehr bekannt und beliebt ist der Pastenbrenner. Früher war dieser mit Watte ausstaffiert und wurde mit Spiritus betrieben. Da Spiritus einen eigenen Geruch hat und sich dieser auch auf den Geschmack des Käsefondues auswirkt, nimmt man heute Pasten.

Die Verwendung von Pasten oder einem Gel erweist sich als sichere Methode bei einem Käsefondue. Das Gel qualmt nicht und ist relativ geruchlos. Während des Verbrennens bleibt der gelartige Zustand erhalten. Sollte der Brenner umfallen, verändert das Gel seine Lage nicht, sodass sich ein Löschen problemlos und schnell gestaltet. Beim Umstoßen werden kann nicht alles verlaufen und dadurch ein Brand entstehen.

Der Hauptbrennstoff der Gelpasten ist meist Ethanol. Der hohe Brennstoffgehalt ist ausreichend, um genügend Hitze für den Schmelzvorgang zu erzeugen. Beim Kauf sollte man beachten, dass die Paste oder auch das Gel kein Methanol enthält. Die Pasten haben prinzipiell die gleichen Eigenschaften, wie das Gel. Je nach Hersteller kann man von einer Brenndauer von bis zu zwei Stunden, ausgehen.
Alternativ kann man ein Elektro-Rechaud wählen. Diese werden in der Regel mit 220 Volt betrieben. Die Wattleistung ist je nach Hersteller unterschiedlich. Als Durchschnittswert kann man von 1.500 Watt ausgehen. Der Temperaturregler wird auch in diversen Stufen angeboten. Gängig ist ein 15-stufiger Temperaturregler. Dies ist eine sehr sichere Methode des Heizvorgangs. Allerdings tritt die Atmosphäre, welche sich bei der Verwendung von Pasten entwickelt, bei dieser alternativen Lösung, in den Hintergrund.